IT-Notfallbewältigung / Prozess

So gestalten Sie effektive IT-Notfallprozesse in Ihrem Unternehmen

Ein umfassender IT-Notfallbewältigungsprozess wie der beschriebene bietet eine klare Struktur zur Handhabung kritischer IT-Vorfälle. Er kombiniert präzise Analysen, abgestimmte Kommunikation und systematische Wiederherstellungsmassnahmen, um Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb zu minimieren.

Dieser IT-Notfallbewältigungsprozess deckt alle Phasen eines IT-Vorfalls ab, von der Erkennung über die Wiederherstellung bis zur Nachbereitung. Durch klare Verantwortlichkeiten, abgestimmte Kommunikation und strukturierte Wiederherstellungsmassnahmen sorgt er für Effizienz, minimiert Risiken und fördert die Resilienz des Unternehmens.

IT-Notfallmanagement - Tool, Vorlagen und Prozesse

1. Ereignisentdeckung und erste Situationseinschätzung

  • Ziel: Ein potenzielles Ereignis wird erkannt, und eine erste Bewertung wird vorgenommen, um die Ernsthaftigkeit des Vorfalls zu bestimmen.
  • Ablauf:
    • Erkennung durch Monitoring-Systeme (z. B. SIEM) oder Meldungen von Mitarbeitern.
    • Erste Sammlung von Informationen: Welche Systeme oder Daten sind betroffen? Handelt es sich um einen Fehler oder eine Bedrohung?
    • Dokumentation der Beobachtungen.

2. Einstufung nach Incident-Management Klassifizierung

  • Ziel: Den Vorfall basierend auf Schweregrad und potenziellen Auswirkungen kategorisieren.
  • Ablauf:
    • Beurteilung der Auswirkungen auf die IT-Infrastruktur und den Geschäftsbetrieb.
    • Einteilung in Prioritätsstufen:
      • Low: Geringfügige Störungen, keine kritischen Systeme betroffen.
      • Medium: Mässige Auswirkungen auf Systeme oder Daten.
      • High: Kritische Beeinträchtigungen, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern.
      • Major Incident: Umfassende Bedrohung oder kritischer Ausfall.

3. Falls Major Incident, dann Alarmierung CERT-Team

  • Ziel: Ein spezialisiertes Team wird aktiviert, um kritische Vorfälle gezielt zu bearbeiten.
  • Ablauf:
    • Benachrichtigung des CERT-Teams (Computer Emergency Response Team) über standardisierte Kommunikationskanäle.
    • Übergabe aller relevanten Informationen: erste Analysen, betroffene Systeme, bisherige Massnahmen.
    • CERT übernimmt die Leitung des Vorfalls.

IT-Notfallmanagement Fachbroschüren

4. Erste Lagebeurteilung und Einstufung der Service-Ausfallkritikalität

  • Ziel: Eine fundierte Bewertung der Auswirkungen auf IT-Services und Geschäftsfunktionen.
  • Ablauf:
    • Identifikation der betroffenen Services und Bewertung ihrer Kritikalität (z. B. nach Recovery Time Objective - RTO und Recovery Point Objective - RPO).
    • Priorisierung der Wiederherstellung basierend auf geschäftlichen Anforderungen.

5. Krisenkommunikation mit IT-Stakeholders

  • Ziel: Transparente und regelmässige Kommunikation, um alle relevanten IT-Stakeholder auf dem Laufenden zu halten.
  • Ablauf:
    • Informieren interner IT-Stakeholder (z. B. IT-Leitung, Fachabteilungen).
    • Bereitstellung klarer Informationen zu:
      • Aktueller Lage.
      • Betroffenen Services.
      • Geplanten Massnahmen.

6. Ausfalleingrenzung: Analyse betroffener Services und Infrastruktur

  • Ziel: Eingrenzen der Auswirkungen, um die Wiederherstellung zu beschleunigen.
  • Ablauf:
    • Identifizieren der betroffenen ICT-Services.
    • Analyse der zugrunde liegenden Infrastrukturkomponenten, die diese Services unterstützen (z. B. Server, Netzwerke, Datenbanken).
    • Isolierung betroffener Komponenten, um weitere Schäden zu verhindern.

7. Auslösung des DRP und Wiederherstellung der IT-Services nach Dringlichkeiten

  • Ziel: Wiederherstellung der betroffenen IT-Services gemäss der festgelegten Prioritäten.
  • Ablauf:
    • Aktivierung des Disaster Recovery Plans (DRP).
    • Wiederherstellung kritischer Systeme zuerst, basierend auf RTO und RPO.
    • Überprüfung der Funktionalität nach der Wiederherstellung (Tests und Validierungen).
    • Dokumentation aller Schritte für die Nachbereitung.

8. Krisenkommunikation mit IT-Stakeholders nach Wiederherstellung der IT-Services

  • Ziel: Abschlusskommunikation mit Stakeholdern, um über die Wiederherstellung und Lessons Learned zu informieren.
  • Ablauf:
    • Informieren der IT-Stakeholder über den Status der wiederhergestellten Services.
    • Kommunikation der Ursachen, getroffenen Massnahmen und Empfehlungen zur Vermeidung zukünftiger Vorfälle.

Fragen

Ihre Fragen werden durch unsere Experten gerne beantwortet

Sie haben ein Anliegen oder suchen fachliche Unterstützung? Gerne helfen wir weiter.

Newsletter

Neuigkeiten nicht verpassen

Verpassen Sie weder News noch fachliche Neuheiten, die wir unseren treuen Abonnenten vorbehalten.

 
Ihre E-Mail-Adresse wird nur dazu genutzt, Ihnen unseren Newsletter und Informationen über unsere Tätigkeiten zu senden. Ihnen steht jederzeit der Abmeldelink zur Verfügung, den wir in jede gesendete E-Mail einfügen.

Benutzereinstellungen für Cookies
Wir verwenden Cookies, um sicherzustellen, dass Sie die beste Erfahrung auf unserer Website machen. Wenn Sie die Verwendung von Cookies ablehnen, funktioniert diese Website möglicherweise nicht wie erwartet.
Alle akzeptieren
Alle ablehnen
Weiter lesen
Unbedingt erforderliche Cookies
Diese Cookies sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass der Besucher in bestimmten Funktionen der Website navigieren und sie nutzen kann. Ohne sie können wesentliche Teile der Webseite nicht verwendet werden. Entsprechend sind diese Cookies immer aktiviert. Sie werden nur dann eingesetzt, wenn Sie unsere Website besuchen und werden in der Regel nach dem Schliessen Ihres Browsers gelöscht. Ausserdem werden sie verwendet, um bei Zugriff mit einem mobilen Gerät die optimierte Website-Darstellung abzurufen, damit z. B. Ihr Datenvolumen nicht unnötig verbraucht wird. Auch erleichtern die Cookies den Seitenwechsel von http zu https, sodass die Sicherheit der übertragenen Daten gewährleistet bleibt.
Marketing-Cookies
Marketing-Cookies werden genutzt, um gezielter für den Nutzer relevante und an seine Interessen angepasste Inhalte anzubieten. Sie werden ausserdem dazu verwendet, die Effektivität von Kampagnen zu messen und zu steuern. Sie registrieren z. B., ob man eine Webseite besucht hat oder nicht, sowie welche Inhalte genutzt worden sind. Mithilfe dieser Informationen wird ein Interessensprofil erstellt, sodass nur für Sie interessante Inhalte angezeigt werden. Wenn Sie Ihre Zustimmung zu Marketing-Cookies widerrufen, bedeutet dies nicht, dass Sie in der Folge weniger Inhalte sehen oder erhalten. Es bedeutet vielmehr, dass die Inhalte, die Sie sehen und erhalten, nicht individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.
linkedin.com
Annehmen
Decline
Leistungs-Cookies
Diese Cookies sammeln Daten über das Benutzerverhalten. Auf dieser Basis wird die Webseite bezüglich Inhalt und Funktionalität auf das allgemeine Nutzungsverhalten abgestimmt. Die gesammelten Informationen werden grundsätzlich in aggregierter Form weiterverarbeitet, es sei denn, ein Besucher hat einer personenbezogenen Auswertung gesondert ausdrücklich zugestimmt. Leistungs-Cookies werden ausschliesslich verwendet, um die Leistung der Website zu verbessern und das Online-Erlebnis auf die Bedürfnisse der Nutzer abzustimmen.
Google Analytics
Annehmen
Decline
Funktionale Cookies
Funktionale Cookies ermöglichen der Webseite, getätigte Angaben, wie z. B. den Benutzernamen oder die Sprachauswahl, zu speichern und dem Nutzer darauf basierend verbesserte und personalisierte Funktionen anzubieten. Die gesammelten Informationen werden ausschliesslich in aggregierter Form ausgewertet. Da wir Ihnen eine Website bieten möchten, die auf optimale Benutzerfreundlichkeit ausgelegt ist, empfehlen wir die Aktivierung dieser Cookies. Funktionale Cookies werden z. B. auch genutzt, um von Ihnen gewünschte Funktionen wie die Wiedergabe von Videos zu aktivieren.
Speichern