
Im IT-Notfallmanagement ist es entscheidend, die Zusammenhänge zwischen IT-Services, Infrastruktur und der Ausfallkritikalität zu verstehen, um im Falle eines Notfalls schnell und effizient reagieren zu können. Der Prozess des Mappings hilft dabei, die IT-Ressourcen zu identifizieren, die zur Bereitstellung von Services erforderlich sind, und ihre Wichtigkeit für das Unternehmen zu bestimmen. Eine effektive Strategie zur Ausfallkritikalität sorgt dafür, dass die entscheidenden Geschäftsprozesse mit höchster Priorität wiederhergestellt werden.
IT-Services sind die Dienstleistungen, die das Unternehmen seinen Nutzern, Kunden oder Mitarbeitern bereitstellt, wie etwa Cloud-Dienste, Datenbanken, E-Mail-Systeme oder Web-Apps. Jedes dieser Services ist auf spezifische Infrastruktur-Komponenten angewiesen, etwa Server, Netzwerke, Datenbanken und Speichersysteme.
Mapping bedeutet, die Beziehungen zwischen IT-Services und den zugrunde liegenden Infrastruktur-Komponenten systematisch zu identifizieren. Hierzu gehört:
Beispiel: Ein E-Commerce-Shop kann von Webservern, Datenbanken und einem Zahlungs-Gateway abhängen. Wenn eine dieser Komponenten ausfällt, beeinträchtigt dies die gesamte Servicebereitstellung.
Nachdem die Abhängigkeiten zwischen IT-Services und Infrastruktur-Komponenten gemappt wurden, ist der nächste Schritt die Einstufung der Ausfallkritikalität. Jedes IT-System oder jeder Service muss bewertet werden, um festzustellen, wie kritisch der Ausfall für das Unternehmen ist. Dies wird in der Regel in Kritikalitätskategorien eingeteilt, wie etwa:
Faktoren zur Bestimmung der Ausfallkritikalität:
Beispiel: Ein Finanzdienstleister hat möglicherweise eine hochkritische Zahlungsabwicklung, die sofortige Wiederherstellung erfordert, während ein internes HR-System weniger kritisch ist und eine längere Ausfallzeit toleriert werden kann.
Auf Basis des Mappings und der Ausfallkritikalität können IT-Notfallpläne entwickelt und priorisiert werden. Dies umfasst:
Ein Mapping ist nur dann nützlich, wenn die Prozesse regelmässig getestet werden. Das bedeutet, dass alle IT-Notfallpläne regelmässig geübt und die Service-Wiederherstellungsprozesse überprüft werden müssen, um sicherzustellen, dass im Ernstfall alle Beteiligten gut vorbereitet sind.
Ein gründliches Mapping von IT-Services, Infrastruktur-Komponenten und der Ausfallkritikalität ist ein wesentlicher Bestandteil eines erfolgreichen IT-Notfallmanagements. Es hilft, die Verfügbarkeit von Services sicherzustellen, kritische Infrastrukturen schnell zu identifizieren und effektive Wiederherstellungsprozesse zu etablieren. Die regelmässige Überprüfung und Anpassung der Notfallpläne ist notwendig, um im Falle eines Ausfalls gut vorbereitet zu sein und das Unternehmen schnell wieder in den Normalbetrieb zu überführen.
Sie haben ein Anliegen oder suchen fachliche Unterstützung beim ITSCM Mapping IT-Services / Infrastruktur zur Ausfallkritikalität? Gerne helfen wir weiter.



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